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HPV (Humane Papillomaviren)

Humane Papillomaviren (HPV) gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Schätzungen zufolge infizieren sich über 80 Prozent der sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Die meisten Infektionen verlaufen harmlos und unbemerkt – einige HPV-Typen können jedoch Krebs verursachen.

Was ist HPV?

HPV ist eine Gruppe von Viren, die Haut und Schleimhäute befallen können. Es gibt über 200 verschiedene HPV-Typen. Sie werden in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Niedrigrisiko-Typen: Verursachen in der Regel harmlose Genitalwarzen (Kondylome), aber keinen Krebs.
  • Hochrisiko-Typen: Können Krebs verursachen – vor allem Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs an Vulva, Vagina, Penis, Anus und im Mund-Rachen-Raum.
Die HPV-Impfung schützt vor neun HPV-Typen, von denen sieben krebsauslösend sind und zwei hauptsächlich für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich sind.

Übertragung

HPV wird hauptsächlich durch direkten Haut- und Schleimhautkontakt beim Sex übertragen – vaginal, anal oder oral. Eine Übertragung ist auch ohne sichtbare Symptome möglich. Kondome bieten keinen vollständigen Schutz, da HPV auch Hautbereiche außerhalb des Kondoms befallen kann.

Symptome

Zwei Drittel der HPV-Infektionen verlaufen ohne Symptome. Wenn Symptome auftreten, hängen sie vom HPV-Typ ab:

Genitalwarzen (Niedrigrisiko-Typen)

  • Kleine, weiche Warzen oder Knötchen im Genital- oder Analbereich
  • Können einzeln oder in Gruppen auftreten
  • Juckreiz, Brennen oder Druckgefühl möglich

Krebs (Hochrisiko-Typen)

  • HPV-Infektionen mit Hochrisiko-Typen verlaufen oft jahrelang symptomlos.
  • Vorstufen von Krebs (Präkanzerosen) können sich entwickeln.
  • Unbehandelt können sie zu Gebärmutterhalskrebs oder anderen Krebsarten führen.

Diagnose

Genitalwarzen sind oft mit bloßem Auge sichtbar und können von Ärzten diagnostiziert werden. HPV-Infektionen mit Hochrisiko-Typen werden beim Gebärmutterhalskrebs-Screening (Pap-Abstrich) oder durch HPV-Tests nachgewiesen.

Behandlung

Gegen HPV selbst gibt es keine spezifische antivirale Therapie. Die Behandlung richtet sich gegen die durch HPV verursachten Symptome:

  • Genitalwarzen: Kryotherapie (Vereisung), Laserbehandlung, chirurgische Entfernung oder verschreibungspflichtige Medikamente.
  • Krebsvorstufen: Werden beim Screening entdeckt und können entfernt werden, bevor Krebs entsteht.
  • Krebs: Wird je nach Art und Stadium behandelt (Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie).

Impfung

Die HPV-Impfung ist die wichtigste primärpräventive Maßnahme. Sie schützt vor den häufigsten krebserregenden HPV-Typen und vor Genitalwarzen.

  • Empfohlenes Alter: Zwischen 9 und 14 Jahren (vor dem ersten sexuellen Kontakt)
  • Nachholimpfung: Bis zum 21. Lebensjahr (in Österreich kostenfrei), in Deutschland je nach Indikation auch später möglich
  • Geschlecht: Die Impfung wird für Mädchen und Jungen empfohlen.

Vorbeugung

  • HPV-Impfung: Der beste Schutz vor HPV-bedingten Krebsarten und Genitalwarzen.
  • Kondome und Femidome: Sie senken das Risiko, bieten aber keinen vollständigen Schutz.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Gebärmutterhalskrebs-Screening für Frauen.
  • Offene Kommunikation: Sprich mit deinem Partner über Schutz und Teststatus.

Quellen: HPV (Humane Papillomaviren)

























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