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Genitalherpes

Genitalherpes ist eine sexuell übertragbare Infektion, die durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht wird. Typisch sind wiederkehrende, schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen im Genitalbereich. Die Infektion ist nicht heilbar, aber mit antiviralen Medikamenten gut behandelbar.

Was ist Genitalherpes?

Genitalherpes wird durch das Herpes-simplex-Virus ausgelöst. Es gibt zwei Typen:

  • HSV-1: Ursache von Lippenherpes (Fieberbläschen), kann aber auch Genitalherpes verursachen
  • HSV-2: Hauptursache von Genitalherpes
Nach der ersten Infektion verbleibt das Virus lebenslang in inaktivem (latentem) Zustand im Körper. Es kann von Zeit zu Zeit reaktiviert werden und erneut Symptome auslösen.

Übertragung

Genitalherpes ist hoch ansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit dem Ausschlag oder mit infizierten Bereichen, an denen keine Bläschen sichtbar sind. Das bedeutet: Auch ohne sichtbare Symptome kann das Virus übertragen werden.

  • Vaginal-, Anal- und Oralverkehr: Direkter Schleimhautkontakt
  • Haut-zu-Haut-Kontakt: Auch bei fehlenden Bläschen
  • Mutter zu Kind: Während der Geburt (selten)

Symptome

Primäre Infektion

  • Kleine, schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen an oder um die Genitalien
  • Häufig begleitet von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl
  • Die Bläschen platzen und bilden schmerzhafte Geschwüre, die abheilen
  • Die Symptome können 2 bis 4 Wochen andauern

Wiederkehrende Ausbrüche

  • Das Virus kann reaktiviert werden und erneut Bläschen oder Geschwüre verursachen
  • Auslöser können Stress, Krankheit, Sonneneinstrahlung oder hormonelle Veränderungen sein
  • Die Ausbrüche werden mit der Zeit oft weniger schwer und seltener

Diagnose

Die Herpesbläschen sind für Ärzte oft leicht erkennbar. Bei Unsicherheit können Untersuchungen von Material aus einer Läsion oder Bluttests durchgeführt werden.

Behandlung

Es gibt kein Medikament, das die Infektion beseitigen kann. Antivirale Medikamente wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir können jedoch:

  • Die Symptome lindern
  • Die Dauer eines Ausbruchs verkürzen
  • Bei täglicher Einnahme (suppressive Therapie) die Häufigkeit der Ausbrüche um bis zu 80 Prozent reduzieren
  • Das Übertragungsrisiko um etwa 50 Prozent senken

Vorbeugung

  • Kondome und Femidome: Sie schützen beim Vaginal- und Analverkehr, jedoch nicht vollständig, da Herpesbläschen auch außerhalb des Kondombereichs liegen können.
  • Bei Ausbrüchen: Vorübergehend auf Sex verzichten, bis alle Bläschen abgeheilt sind.
  • Offene Kommunikation: Sprich mit deinem Partner über die Infektion und mögliche Schutzmaßnahmen.

Quellen: Genitalherpes

























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