Was ist Syphilis?
Syphilis ist eine bakterielle Infektion, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Die Bakterien treten durch Schleimhäute – etwa von Vagina, Penis oder Mund – oder durch kleine Hautverletzungen in den Körper ein. Innerhalb weniger Stunden erreichen sie die nächstgelegenen Lymphknoten und verbreiten sich über das Blut im gesamten Körper.Syphilis ist im Primär- und Sekundärstadium hochansteckend. Eine einzige sexuelle Begegnung mit einer Person mit Syphilis führt in etwa 33 Prozent der Fälle zu einer Infektion.
Die drei Stadien der Syphilis
Stadium 1: Primärsyphilis
- Etwa 3 bis 4 Wochen nach der Infektion bildet sich eine schmerzlose Wunde (Ulkus) am Infektionsherd – meist an den Genitalien, im Mund oder am After.
- Die Wunde heilt nach einigen Wochen von selbst ab, die Bakterien bleiben jedoch im Körper.
Stadium 2: Sekundärsyphilis
- Wochen bis Monate nach Abheilen der Primärwunde treten auf: Hautausschlag (oft an Handflächen und Fußsohlen), Fieber, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten.
- Die Symptome klingen auch ohne Behandlung wieder ab.
Stadium 3: Tertiärsyphilis (Spätstadium)
- Jahre bis Jahrzehnte nach der Infektion können schwere Organschäden auftreten: Aorta, Gehirn, Rückenmark und andere Organe können betroffen sein.
- Dieses Stadium ist nicht mehr ansteckend, aber lebensbedrohlich.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt über Bluttests. Ärzte führen üblicherweise zwei verschiedene Bluttests durch, um Syphilis zu bestätigen. Bei Verdacht auf eine Infektion – oder nach ungeschütztem Sex mit einer infizierten Person – sollte man sich umgehend testen lassen.Behandlung
Syphilis wird mit Penicillin behandelt – in der Regel als Injektion. Die Behandlung ist in jedem Stadium möglich und notwendig, unabhängig davon, ob Beschwerden vorliegen oder nicht. Bei einer Penicillin-Allergie stehen alternative Antibiotika zur Verfügung.Wichtig: Sexualpartner sollten gleichzeitig behandelt werden. Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich.
Vorbeugung
- Kondome und Femidome: Sie schützen beim Vaginal- und Analverkehr. Bei Syphilis können jedoch auch infizierte Hautstellen außerhalb des Kondombereichs liegen.
- Regelmäßige Tests: Besonders bei wechselnden Partnern.
- Offene Kommunikation: Sprich mit deinem Partner über Schutz und Teststatus.