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Syphilis (Lues)

Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion, die durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht wird. Sie verläuft in drei Stadien mit unterschiedlichen Symptomen, die durch symptomfreie Perioden voneinander getrennt sind. Weltweit leiden etwa 70 Millionen Menschen an Syphilis. In Deutschland wurden 2024 so viele Syphilis-Fälle gemeldet wie nie zuvor.

Was ist Syphilis?

Syphilis ist eine bakterielle Infektion, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Die Bakterien treten durch Schleimhäute – etwa von Vagina, Penis oder Mund – oder durch kleine Hautverletzungen in den Körper ein. Innerhalb weniger Stunden erreichen sie die nächstgelegenen Lymphknoten und verbreiten sich über das Blut im gesamten Körper.

Syphilis ist im Primär- und Sekundärstadium hochansteckend. Eine einzige sexuelle Begegnung mit einer Person mit Syphilis führt in etwa 33 Prozent der Fälle zu einer Infektion.

Die drei Stadien der Syphilis

Stadium 1: Primärsyphilis

  • Etwa 3 bis 4 Wochen nach der Infektion bildet sich eine schmerzlose Wunde (Ulkus) am Infektionsherd – meist an den Genitalien, im Mund oder am After.
  • Die Wunde heilt nach einigen Wochen von selbst ab, die Bakterien bleiben jedoch im Körper.

Stadium 2: Sekundärsyphilis

  • Wochen bis Monate nach Abheilen der Primärwunde treten auf: Hautausschlag (oft an Handflächen und Fußsohlen), Fieber, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten.
  • Die Symptome klingen auch ohne Behandlung wieder ab.

Stadium 3: Tertiärsyphilis (Spätstadium)

  • Jahre bis Jahrzehnte nach der Infektion können schwere Organschäden auftreten: Aorta, Gehirn, Rückenmark und andere Organe können betroffen sein.
  • Dieses Stadium ist nicht mehr ansteckend, aber lebensbedrohlich.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt über Bluttests. Ärzte führen üblicherweise zwei verschiedene Bluttests durch, um Syphilis zu bestätigen. Bei Verdacht auf eine Infektion – oder nach ungeschütztem Sex mit einer infizierten Person – sollte man sich umgehend testen lassen.

Behandlung

Syphilis wird mit Penicillin behandelt – in der Regel als Injektion. Die Behandlung ist in jedem Stadium möglich und notwendig, unabhängig davon, ob Beschwerden vorliegen oder nicht. Bei einer Penicillin-Allergie stehen alternative Antibiotika zur Verfügung.

Wichtig: Sexualpartner sollten gleichzeitig behandelt werden. Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Vorbeugung

  • Kondome und Femidome: Sie schützen beim Vaginal- und Analverkehr. Bei Syphilis können jedoch auch infizierte Hautstellen außerhalb des Kondombereichs liegen.
  • Regelmäßige Tests: Besonders bei wechselnden Partnern.
  • Offene Kommunikation: Sprich mit deinem Partner über Schutz und Teststatus.

Quellen: Syphilis

























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